Familienforschung: Hörbuch zur Biografie meines Großvaters fertiggestellt

Emil Schmoldt (1887-1985) lebte ab 1907 als einfacher Schneider in Leipzig. Das Bild zeigt ihn 1925 bei seiner Arbeit auf dem Schneidertisch im Wohnzimmer seiner Familie. (Bildquelle: Privat)

Im März 2017 konnte ich ein weiteres Projekt erfolgreich abschließen: Eine nicht-kommerzielle Hörbuchproduktion über das Leben meines Großvaters Emil Schmoldt (1887-1985). Wie es zu diesem Projekt kam und worum es dabei geht, lesen Sie hier.

Eine Vision steht am Anfang

Wir hatten im Familienkreis oft darüber gesprochen: „Wir müssten doch einmal die Herkunft und Lebensgeschichte unseres Großvaters Emil Schmoldt erforschen!“ Aus verschiedensten Gründen ist es bisher nie dazu gekommen. Wir meinten, zu wenig über Emils wechselvolle Lebensgeschichte herausfinden zu können. Die Quellenlage erschien mehr als unübersichtlich! Doch im Jahr 2017 jährt sich zum einhundertunddreißigsten Mal die Geburt von Emil Schmoldt. Das war ein guter Anlass, sich auf die spannende Reise seines Lebens zu begeben.

Auszug aus dem Hörbuch-Prolog: „Ankommen“ (1887)1

Das Projekt wird lebendig

Die nicht-kommerzielle Hörbuchproduktion besteht aus zwei CDs mit Booklet und umfasst eine Laufzeit von rund 120 Minuten. (Bildquelle: Privat)

Auf Basis umfangreicher Zeitzeugen-Interviews mit Eltern und Verwandten sowie durch Auswertung zahlreicher Erinnerungsstücke und Dokumente (Notizen, Fotos, Urkunden etc.) konnte das Manuskript für das Hörbuch entstehen. 15 verschiedene Sprecher wirkten bei den Aufnahmen zum Hörbuch mit. Der Titel „Emil Schmoldt (1887-1985). Glaubens- und Jahrhundertzeuge“ ist damit die umfangreichste „Schmoldt Hörbuch“-Produktion!

Familienforschung: Epochenbrüche eines Lebens

Postkarte aus dem Nachlass von Emil Schmoldt, die an die Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig erinnert. Kaiser Wilhelm II.  war dabei anwesend, hielt jedoch keine Ansprache. (Bildquelle: Privat)

Im Leben von Emil Schmoldt spiegeln sich die Epochenbrüche eines ganzen Jahrhunderts. Er wächst Ende des 19. Jahrhunderts noch im deutschen Kaiserreich auf, erlebt den ersten Weltkrieg, die Polarisierungen der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, die Zeit der sowjetischen Besatzungszone und schließlich 35 Jahre Deutsche Demokratische Republik (DDR). Sein lebendiger Gottesglaube trägt ihn durch den Wandel der Zeit. Er hilft ihm, Rückschläge zu verkraften und Neuanfänge zu wagen. Emils wechselvolles Leben steht in der Spannung von Tragödie und Hoffnung, Anfechtung und Gottvertrauen. Das Hörbuch wirft einen Blick auf seine Kindheit in Pommern, berichtet von seinem einfachen Schneiderleben in Leipzig und begleitet den Weg seiner Familie durch die zwei Weltkriege.

Emil Schmoldt erlebte am 18. Oktober 1913 als Augenzeuge die Einweihung des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig. Hören Sie hier einen weiteren Auszug aus dem Hörbuch:

Auszug aus dem Hörbuch: „Völkerschlachtdenkmal“ (1913)2

  1. Musik: Dag Reinbott, Retrospection, https://www.terrasound.de; Klopf-Geräusch: Autor: moreaudio, www.audiyou.de
    Babyschreien: www.hoerspielbox.de.
  2. Musik: Dag Reinbott, Movie Score A, https://www.terrasound.de.